Sicherheit durch modernste Technik
Feuerwehren des Pflichtbereichs Altmünster absolvieren hochkarätige Intensivschulung mit modernsten Sicherungssystemen
Am vergangenen Freitag trafen sich die Kameraden der Feuerwehren Altmünster, Neukirchen, Reindlmühl und Eben/Nachdemsee zu einer gemeinsamen technischen Fortbildung im Feuerwehrhaus Altmünster.
Unter der fachlichen Leitung von Wolfgang Scheureder aus Eberstalzell vertieften die Einsatzkräfte ihr Wissen über die Handhabung der modernen Paratech Sicherungssysteme, um die Sicherheit bei komplexen Bergungen im gesamten Pflichtbereich nachhaltig zu erhöhen.
Die Ausbildung gliederte sich in einen fundierten theoretischen Block und eine darauffolgende intensive Praxisphase.
Zunächst lernten die Teilnehmer die technischen Spezifikationen und die jahrzehntelange Entwicklungsgeschichte der US-amerikanischen Rettungsstützen im Schulungsraum kennen. Da jedes einzelne Element eine beeindruckende Stützlast von neun Tonnen bewältigt, ergibt sich für die Feuerwehren eine enorme Gesamtkapazität bei schweren Unfällen. Zudem wurde besonderes Augenmerk auf die physikalischen Gesetze wie Drehpunkte und Schwerpunkte gelegt, welche bei der Stabilisierung von Lasten eine entscheidende Rolle spielen. Die Ausbilder betonten weiterhin die Wichtigkeit der korrekten Einschätzung von Gewichten, da der Schwerpunkt bei schweren Lasten niemals exakt in der Mitte liegt. Infolgedessen ist eine präzise Lageerkundung der Unfallstelle vor dem Einsatz der Geräte unerlässlich für den Einsatzerfolg.
Im praktischen Teil wurden die Kameraden in gemischte Teams aufgeteilt, um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Wehren realitätsnah zu trainieren. Die Szenarien reichten von einem auf einem Auto lastenden Holzanhänger bis hin zu Personenrettungen unter Gabelstaplern oder verunfallten Fahrzeugen in Dachlage. In diesen Momenten griffen die Zahnräder der Kameradschaft perfekt ineinander und verwandelten die Theorie in sicheres Handeln. Das System gilt als besonders fehlerverzeihend, dennoch mussten alle Sicherheitsvorschriften des ÖBFV strengstens beachtet werden. Es ging an diesem Nachmittag explizit nicht um Schnelligkeit, sondern um die Perfektionierung der Technik und das Aufbrechen gewohnter Routineabläufe. Die Einsatzkräfte mussten wie ein organisiertes Team agieren, bei dem jeder Handgriff den nächsten stützt und zum Erfolg führt.
Ein Teilnehmer bemerkte treffend, dass dieser Übungsnachmittag eine Erfahrung sei, die kein einziger Kamerad missen möchte. Die Instruktoren lobten abschließend die hohe Disziplin sowie die beispielhafte Kooperation der anwesenden Mannschaften. Zudem wurde klargestellt, dass die Schulung keine Werbeveranstaltung war, sondern die effektive Nutzung der vorhandenen Mittel im Fokus stand. Das Wissen über diese Technik ist der Anker in der Brandung, wenn es bei schweren technischen Einsätzen um jede Sekunde geht. Der Dank der Wehren gilt dem gesamten Ausbildungsteam für diese lehrreiche und praxisnahe Unterweisung.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die gemeinsame Schulung die technische Kompetenz und den Zusammenhalt der vier Feuerwehren massiv gestärkt hat. Durch das Training an realitätsnahen Unfallszenarien sind die Einsatzkräfte nun bestens auf zukünftige Herausforderungen im Rettungswesen vorbereitet.
